Theoretische Führerscheinausbildung ab 19.1.2013

Der Umfang und die Inhalte der theoretischen Führerscheinausbildung.

Stundenanzahl der Theorieausbildung aller Klassen

Der Umfang der theoretischen Führerscheinausbildung wird in Unterrichtseinheiten (UE) angegeben, eine UE umfasst 50 min.

Die Ausbildung besteht aus einem

  • Basisunterricht und dem
  • jeweiligen klassenspezifischen Teil.

Der Basisunterrichtes muss nur einmal besucht werden, dies erfolgt bei der ersten Erteilung einer Lenkberechtigung, danach gilt er als absolviert.

Bei einer Ausdehnung der Lenkberrechtigung ist nur noch der klassenspezifische Teil zu absolvieren, Gleiches gilt für die theoretische Führerscheinprüfung.

 

Umfang
Basisunterricht
20 UE
Klasse A1, A2 und A jeweils (bei Direkteinstieg)
8 UE
Klasse B
12 UE
Klasse BE
3 UE
Klasse C1
8 UE
Klasse C
10 UE
Klasse C (Ausdehnung von C1)
4 UE
Klasse CE, C1E, DE, D1E
6 UE
Klasse D1 (Ausdehnung von B)
8 UE
Klasse D1 (Ausdehnung von C, C1)
4 UE
Klasse D (Ausdehnung von B)
12 UE
Klasse D (Ausdehnung von C)
4 UE
Klasse D (Ausdehnung von D1)
4 UE
Klasse F
4 UE
Inhalte der Theorieausbildung
Basisunterricht

Der Basisunterrricht hat eine Dauer von 20 UE und umfasst folgende Kapitel:

1
Einführung, Verkehrsraum, VerkehrszeichenBodenmarkierungen, Begriffe (Ortsgebiet, Freilandstraße, Einbahnstraße, Autobahn und Autostraße, Vorrangstraße, Schienenstraße, Wohnstraße, Fußgängerzone, Schutzweg, Eisenbahnkreuzung)
2
Sinnesorgane, Partnerkunde, die Funktion des menschlichen Auges, das Gesichtsfeld, Sehschärfe im Gesichtsfeld, Bedeutung und Zeitbedarf der Blicksprünge, das Gehörakustische Wahrnehmung, Gleichgewichtsorgan, Partner im Verkehr, wahrnehmbare Signale von Partnern, hinweisende Signale auf Partner, Gefahrenvermeidung durch frühzeitiges Erkennen von Gefahrenmöglichkeiten, bevorzugte Straßenbenützer, VertrauensgrundsatzEinteilung der Fahrzeuge
3
Bewegung im Verkehrsraum, wie Verhalten bei Bodenmarkierungen, Kenntlichmachung des Straßenverlaufes, Lichtfarben auf der Fahrbahn, Fahrbahnrand, Fahrbahnmitte, Parallel-, Nachfolge- und Querverkehr, Rechtsfahrordnung, Nebeneinanderfahren, Wechsel des Fahrstreifens, Vorbeifahren, Linkszufahren, Umkehren und Rückwärtsfahren, Einordnen und Einbiegen, Ein- und Ausfahren, Ausweichen, Anhalten, Halten, Parken
4
Verhaltensvorschriften in besonderen Verkehrsräumen, wie Ortsgebiet, Vorrangstraße, Einbahnstraße, Nebenfahrbahn, Kreisverkehr, Autobahn und Autostraße, Schienenstraße, Wohnstraße, Fußgängerzone, Verkehrsflächen, die eingeschränkt benützbar sind, Bedeutung der Arm- und Lichtzeichen, Vorrangregeln und deren Anwendung, Annähern und Übersetzen von Eisenbahnkreuzungen, Abstellen von Fahrzeugen, Absichern liegengebliebener Fahrzeuge, bevorzugte Straßenbenützer
5

Anhalteweg, Wahl der FahrgeschwindigkeitFahren auf Gefahrensicht, wie Reaktionszeit, Reaktionsweg und Berechnung, Bremsweg und Berechnung, Anhalteweg, Durchfahrzeit der schwungbelegten Strecke, Vorschriften, Oberflächenbeschaffenheit der Fahrbahn, Kurvenfahren, Steigung und GefälleBeschleunigung - Geschwindigkeitsabbau, Gefahrenbremsung, Einflüsse von Beladung und Anhänger, Wechselwirkung von Fahrbahn - Witterung und Lenker - Umwel, Gefahrenstellen, Sichtweitenverringerung, Hilfen zur Entfernungsschätzung (Sekundenmethode), Fahren auf Gefahrensicht

6
Hintereinanderfahren, wie Sicherheitsabstände, Ermittlung, Mindestabstand hinter Schienenfahrzeugen und hinter Fahrzeugen mit größeren Längsabmessungen, Annähern an Kreuzungen und Eisenbahnkreuzungen, Fahrstreifenverminderung
7
Überholen, wie Faktoren für kurze Überholmanöver, Überholen rechts, Überholverbote, Sicherheitsabstände, Sekundenmethode, Abbrechen von Überholmanövern
8
Verwendung der Beleuchtungs- und  Signaleinrichtungen, wie Vorschriften, Zweck, Verwendung von Nebelscheinwerfern und Nebelschlussleuchten, stehende Fahrzeuge, Ersatzbeleuchtung, Warn- und Signaleinrichtungen
9
Gesetzliche Verwendungserlaubnis für Kraftfahrzeuge auf Straßen mit öffentlichem Verkehr, wie Typenschein, Einzelgenehmigung, Kraftfahrzeug-Versicherungen und Kraftfahrzeugsteuern, Zulassungsstellen der Versicherungsgesellschaften, Voraussetzungen, Kennzeichentafeln, Begutachtung des Kraftfahrzeuges, Pflichten des Zulassungsbesitzers
10
Verkehrsunfall, wie Verhalten bei Unfällen mit Sachschaden und Personenschaden, Hilfeleistung
11
Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit des Lenkers, wie Möglichkeiten, Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit, Vorschriften, Überprüfung und Feststellung der Beeinträchtigung, Folgen
12
Pflichten des Lenkers, wie Pflichten vor, während und nach der Fahrt, Überprüfung des Fahrzeuges auf Verkehrs- und Betriebssicherheit, soziale und ökologische Verantwortung, zusätzliche Pflichten

Zusätzliche Informationen